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Last updateMi, 23 Aug 2017 11am

Traumpfade Wandertag auf Rügen

Rügen, Deutschlands größte Insel liegt in der Ostsee. Ein besonderer Traumpfad ist die Wanderung durch den Buchenwald zur Stubbenkammer an den Königsstuhl. Das alles findet man im Nationalpark Jasmund auf der Halbinsel Jasmund.

Es gibt verschieden lange Wanderwege. Am besten holt/kauft man sich eine Broschüre, wo die einzelnen Wanderwege eingetragen sind.

Der längste Wanderweg ist von Sassnitz zum Königsstuhl, immerhin stolze 8 Kilometer lang, eine Strecke versteht sich. Es gibt Busse, die dann die Wanderer zum Startpunkt zurückbringen. Entweder geht man am Strand entlang oder eben oben auf der Hochebene

Schöner fanden wir jedoch einen anderen Rundweg, auch nicht viel kürzer, dafür aber abwechslungsreicher. Dafür lässt man das Auto auf dem Parkplatz Hagen stehen. Unbedingt Wasser und Proviant mitnehmen. Vom Parkplatz aus geht man einen sehr schönen Weg (ca. 3 km) durch den alten Buchenwald, Teile davon sind in der UNESCO Welterbeliste eingetragen.

Je nach Jahreszeit trifft man kaum Menschen und hat den Wald für sich alleine, wir hatten einen goldenen Oktobertag erwischt.

Im Buchenwald sehen wir kaum Untergehölze und Sträucher, das liegt daran, dass die Buchen eine dichte Krone bilden und kaum Licht hindurchlassen. Unterwegs zum Königsstuhl gibt es ein Hünengrab, wenn man den Hinweisen genau folgt. Später erreicht man den Slawischen Ring, an dieser Stelle stand die Herthaburg, eine slawische Befestigungsanlage.

Am toten Buchenholz kann man die kleinen Buchenschleimrüblinge sehen. Hat man das Informationszentrum erreicht, so kann man hier eine Pause einlegen, es gibt ein Bistro, wo man eine Kleinigkeit essen und trinken kann, Ausstellungen, ein Kinderspielplatz natürlich sind auch Toiletten vorhanden. So gestärkt kommt man zum Höhepunkt dieser Wanderung: der Blick auf den Königsstuhl.

Dieser Blick ist natürlich nicht umsonst, 7,50 € muss man berappen. (Stand Oktober 2014) Ich weiß immer noch nicht, ob sich das gelohnt hat mit dem Eintrittsgeld. Man hat schlussendlich nur ein paar Minuten, wo man dann von oben auf den Kreidefelsen schaut. Wenn das Wetter auf einmal so richtig diesig ist, dann kann man natürlich nicht so viel sehen. Egal, man sollte sich das schon antun. ;-)

Nun geht die Wanderung weiter, 412 Stufen führen hinunter zum Strand. Von unten hat man auch wunderschöne Blicke auf das Wasser, den Kreidefelsen und den Strand. Zwischen 3-4 Kilometer geht es jetzt am Wasser entlang. Gut ist der Weg nicht, denn manchmal muss man über entwurzelte Bäume klettern und über große Kieselsteine hüpfen.

Die Steilküste sieht von unten gewaltig aus. Dann endlich kommt die erwartetet Stahltreppe, die nach oben führt. Später werden es Holztreppen und man muss noch ganz schön oft rauf und runter stiefeln, ehe man die Hochebene erreicht hat. Nun läuft man wieder in Richtung Königsstuhl. Jetzt kommt der fast schönste Teil, denn man hat immer wieder eine einmalige Sicht auf die Steilküste, dieses Mal von oben.

Jedoch sollte man die Örtlichkeiten genau anschauen, es gibt keine Absperrungen und die Abgründe sind tief und tückisch. Manchmal hängt der Baum buchstäblich am seidenen Faden.

Wenn man den Abzweig Kollicker Damm erreicht hat, dann weiß man, es sind nur noch 4 Kilometer bis zum Parkplatz Hagen. Im Jahr 2014 wurden hier Baumaßnahmen durchgeführt, daher war dieses Stück nicht mehr ganz so schön.

Insgesamt war es aber eine tolle Wanderung, die ich wirklich empfehlen kann, auch wenn uns hinterher die Socken qualmten.

Hier gibt es einen kleinen Reisebericht:
Ostsee 2014 - Darss - Stralsund - Rügen


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