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Last updateFr, 19 Mai 2017 10am

Traumpfade Havelland

Reisen ins Havelland

Wer kennt nicht die Ballade von Theodor Fonatane:
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand...

Genau von dieser schönen Gegend handelt dieser Traumpfad. Nicht ganz dort, wo der Birnbaum stand, aber ganz in der Nähe.

Insgesamt ist die Havel 325 Kilometern lang. Die Havel ist der längste rechtsseitige Nebenfluss der Elbe und mündet, nur 13 Kilometer von Graz entfernt, bei Havelberg in die Elbe. Diesen Bereich nennt man auch die Untere Havel.

Im Frühjahr hat die Untere Havel Hochwasser. Da sind die Weiden und Wiesen überflutet und das Fotoherz hüpft höher bei so vielen wunderschönen Landschaftsmotiven.

Wenn man auch das Wetter nicht ändern, kann, auch bei Regen und dunklem Himmel kann es malerisch ausehen.

Auf den Feuchtwiesen tummeln sich die Vögel. Es gibt mehr als 130 verschiedene Vogelarten, die man beobachten kann. Besonders gut lassen sich diese im Feuchtgebiet Gülper See beobachten. Hier gibt es auch mehrere Hochstände, allerdings sind diese nicht gegen den Wind geschützt, so dann man sich warm einpacken sollte. Neben dem Fotoapparat ist ein gutes Fernglas fast obligatorisch, wenn man sich die Vögel näher anschauen möchte.

Was kann man alles sehen: Storche, Seeadler, Eisvogel, Nachtigall, Rotmilan, Schleiereule, Rohrweihe, Fischadler, jede Menge Enten und Gänse um nur einige zu nennen. Es ist eine Freude.

In der Nähe von Garz gibt es einige Biberburgen. Die Tiere sind nachtaktiv, aber in den Abendstunden lassen sie sich wunderbar beobachten. Putzig wie sie hin und herschwimmen und an Ästen nagen.

Eine sehr schöne Unterkunft, die ich gerne empfehlen möchte, liegt direkt an der Havelschleuse in Garz. Garz ist ein kleines verschlafenes Dorf im Elbe-Havel-Winkel. Hier gibt es noch nicht einmal einen Kaufmannsladen. Die Straßen weisen noch das uralt Kopfsteinpflaster auf. Das Gästehaus zur Schleuse wird vom dem Ehepaar Froreck geführt und man fühlt sich von der ersten Minute an wohl. Schöne Zimmer, leckere Hausmannskost, frisch gebackenes Brot, selbst gemachten Apfelsaft und eine Ruhe, die schon fast unheimlich ist.

Der Hausherr Dietmar Froreck hat einen Kahn für 14 Personen und bietet Fahrten auf der Havel an. Unbedingt zuschlagen sage ich nur, es ist traumhaft schön. Wir sind die Havel und diverse Nebenarme bis nach Havelberg gefahren und haben viele Tiere gesehen, tolle Landschaften. Zwischendurch haben wir auf einer einsamen kleinen Insel ein Picknick gemacht...

Auf dem Kahn sitzt man auf Klappstühlen, für die kältere Jahreszeit stehen Decken bereit.

Manchmal hat man auch Glück und sieht die Biber, wenn man mit dem Kahn unterwegs ist.

Ich habe festgestellt, dass diese Ecke sehr schön ist und ich unbedingt wiederkommen möchte!

In der Nähe gibt es auch das Storchendorf Rühstädt und die mittelalterliche Stadt Tangermünde. Beide Ziele sind auch unbedingt einen Ausflug wert.

Einen ausführlichen Reisebericht gibt es in meinem Reiseforum:
Fotoworkshop Havellandschaft - ein Reisebericht

Hier gibt es ein Video von einer Kahnfahrt auf der Havel:

Ein Video von der mittelalterlichen Stadt Tangermünde:

Ein Video von den Störchen in Rühstädt:


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